
Klangschale richtig spielen: Anleitung in 5 Schritten
Klangschale richtig spielen in fünf Schritten: von der Haltung bis zum singenden Ton. Für Sound Healing, Yoga und Meditation.
Die meisten schlagen ihre erste Klangschale zu fest an und wundern sich, warum sie scheppert. Dabei ist eine Klangschale zu spielen nicht schwer. Es braucht nur ein paar Handgriffe und etwas Geduld mit dem eigenen Ohr.
Hier ist die Kurzfassung, so wie ich sie in meinen Kursen zeige: fünf Schritte, die häufigsten Fehler und eine kleine Übung für jeden Tag.
Was du brauchst
- eine tibetische Klangschale
- einen weichen Klöppel (mit Filz oder Gummi) zum Anschlagen
- einen Holzklöppel, oft mit Leder bezogen, zum Streichen
- ein kleines Kissen oder einen Klangschalenring als Unterlage
1. Die Schale richtig halten
Leg die Schale auf deine flache Hand oder auf die gestreckten Fingerspitzen. Greif nicht um den Rand herum. Jede Berührung der Wand dämpft den Klang sofort. Wenn du die Schale abstellst, dann auf ein Kissen oder einen Ring, nie direkt auf den Tisch.
2. Kurz ankommen
Bevor du spielst: einmal ausatmen. Frag dich, wofür du gerade spielst. Für dich, für einen Raum, für eine Person. Das klingt nach einem Detail, ist aber das Wichtigste. Die Schale gibt zurück, mit welcher Haltung du sie spielst.
3. Anschlagen
Halte den weichen Klöppel locker, etwa wie einen Stift. Schlag die Außenwand der Schale knapp unterhalb des Randes an, aus dem Handgelenk, nicht aus dem Arm. Weniger Kraft, als du denkst. Dann lass den Ton ausklingen, bis du wirklich nichts mehr hörst.
4. Die Schale singen lassen
Jetzt kommt der Teil, der die meisten überrascht. Nimm den Holzklöppel und halte ihn senkrecht. Schlag die Schale einmal ganz leicht an. Dann führ den Klöppel mit gleichmäßigem Druck außen am Rand entlang, langsam und im Kreis.
Die Bewegung kommt aus dem ganzen Arm, nicht nur aus den Fingern. Tempo und Druck bleiben gleich. Nach ein paar Runden baut sich ein Ton auf, der immer weiter anschwillt. Die Schale singt.
5. Ausklingen und Stille
Hör auf zu streichen, bevor du müde wirst. Lass den Ton verklingen. Die Stille danach gehört zum Spiel. In ihr setzt sich das Gehörte erst.
Die häufigsten Fehler
- Zu fest angeschlagen: Die Schale scheppert. Weniger Kraft, weicherer Klöppel.
- Beim Streichen zu schnell: Der Klöppel springt und die Schale klirrt. Langsamer werden, etwas mehr Druck.
- Finger am Rand: Der Ton bleibt stumpf. Hand flach halten.
- Zu viel auf einmal: Fünf Schalen gleichzeitig klingen voll, aber selten klar. Lern erst eine Schale wirklich kennen.
Eine kleine Übung für jeden Tag
Schlag deine Schale einmal an und hör zu, bis der letzte Ton weg ist. Zähl dabei deine Atemzüge. Mehr nicht. Fünf Minuten am Tag schulen dein Ohr mehr als jede Technik.
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Wie spielst du deine Klangschale am liebsten: angeschlagen oder singend? Schreib mir gerne in die Kommentare oder direkt über Kontakt.
Shammi Sound Healer, Bhakti-Musiker, Yogalehrer aus Stuttgart shamminski.com
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Shammi
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