Die eigene Verantwortung bei spiritueller Praxis

Warum unsere innere Haltung mehr über die Wirkung einer Yogastunde entscheidet als alles, was im Außen passiert.

Du bist in einer Yogaklasse, einem Kirtan oder einem Workshop und die leitende Person findet für dich nicht die passenden Worte, das Thema fühlt sich nicht richtig an, die Intensität passt nicht. Was machst du dann mit deiner Praxis?

Sich aufhängen am Außen

Das „sich aufhängen“ an äußeren Gegebenheiten ist ein wirklich herausforderndes Phänomen. Egal wie oft man sich sagen kann, dass es um andere Dinge geht — es benötigt eine große mentale Anstrengung, in Momenten des negativen Gefühls bei sich zu bleiben und sich der spirituellen Praxis hinzugeben.

Die drei Arten des Urteilens

Grob gesagt gibt es drei verschiedene Arten von Urteilen: sich selbst, andere oder Situationen verurteilen. Ich habe öfter damit zu kämpfen, andere nicht zu judgen. In oben beschriebenen Situationen kamen dann gerne Gedanken hoch wie „da hätte jetzt dieses besser gepasst“ oder „das hätte ich anders gemacht“. In diesen Momenten ist man sicherlich nicht bei sich oder bewusst — man lässt dem Gedankenkarussell die Kontrolle.

Weichheit als Geschenk

Vor einer Weile war ich in einer Yogastunde, die nicht wirklich meiner Praxis entsprach, und ich konnte mich selbst beobachten, wie ich über die meisten Dinge hinwegsehen konnte und angenommen habe, was in diesem Moment möglich war. Auf einmal habe ich auch in dieser Stunde einen Zustand von Yoga einnehmen können. Eine Weichheit gegenüber mir, der lehrenden Person und der Situation. Das war ein großes Geschenk.

In die Eigenverantwortung gehen

Mir wurde wieder mehr und mehr klar, wie wichtig die eigene innere Haltung zu den Dingen im Außen ist. Dass wir eine Verantwortung uns selbst gegenüber haben, Gutes auch als das anzunehmen, auch wenn es nicht unserer favorisierten Form entspricht. Meine innere Haltung führt viel mehr zu meinem Wohlempfinden und Effekt, als was von außen als Impuls reinkommt.

Meine innere Haltung führt viel mehr zu meinem Wohlempfinden als jeder Impuls von außen.


Mehr aus dieser Rubrik


Praxis vertiefen?